Staatsgewalt hinter Masken – Digitale Täuschung durch Ermittlungsbehörden auf dem Prüfstand –
Sehr geehrte Damen und Herren,
darf der Staat die Unwahrheit sagen, um die Wahrheit zu finden? In einer zunehmend digitalisierten Welt stehen Ermittlungsbehörden vor neuen Herausforderungen. Die rasanten Fortschritte im Bereich generativer künstlicher Intelligenz bieten den Ermittlungsbehörden aber auch Chancen. Ermittler könnten z. B. verdeckte Stimm-, Sprach- und Videoklone einsetzen, um kriminelle Netzwerke zu durchbrechen.
Doch wo verläuft die Grenze zwischen legitimer List und verbotenen Ermittlungsmethoden? Bietet die aktuelle Strafprozessordnung eine ausreichende Ermächtigungsgrundlage für diese Eingriffe, ist die Umsetzung technisch überhaupt möglich, wie verträgt sich eine Staatsgewalt hinter Masken mit dem Anspruch auf ein faires Verfahren und welche ethischen und gesellschaftlichen Konsequenzen würde ein solches Handeln mit sich bringen?
Diesen Fragestellungen widmen sich die Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nord-rhein-Westfalen (ZAC NRW) und die Universität Bayreuth in dem gemeinsamen Forschungsprojekt
FoGG – For the Greater Good? Deepfakes in der Strafverfolgung (https://fogg-projekt.de/).
Im Rahmen dieser Projektarbeit laden wir Sie herzlich ein, mit uns in der besonderen Atmosphäre des großen Plenarsaals des Oberlandesgerichts Köln zu diskutieren.
Wann: 14.07.2026
Beginn: 18:00 Uhr
Wo: Plenarsaal des Oberlandesgerichts Köln
Wir freuen uns auf eine angeregte Diskussion mit Ihnen und folgenden Gästen:
Grußwort: Minister der Justiz des Landes Nordrhein-Westfalen Dr. Benjamin Limbach
Keynote: Prof. Dr. Christian Rückert (Universität Bayreuth)
Podiumsdiskussion:
• Prof. Dr. Christian Rückert (Moderation)
• Julia Eisentraut, MdL
• Prof. Dr. Niklas Kühl (Universität Bayreuth)
• Prof. Dr. Monika Simmler (Universität St. Gallen)
• Jens Ferner, Rechtsanwalt
• Markus Hartmann, Leitender Oberstaatsanwalt und Leiter der ZAC NRW
Anmeldungen werden bis zum 01.07.2026 erbeten unter zac@gsta-koeln.nrw.de.